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Translated Material : German : Spirituelle Schätze Last Updated: Jan 21st, 2008 - 20:09:49


STELLT EUCH FRIEDEN VOR
By translation by Evelyn
Nov 18, 2007, 10:03

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STELLT EUCH FRIEDEN VOR

Cindy Shehan

6.10.2007

deutsche Übersetzung: Evelyn Kümmerle für AH

Imagine all the people living life in peace

Stellt euch vor, dass alle Menschen in Frieden leben.

John Winston Ono Lennon

9.10.1940 – 8.12.1980

Am 9.10.2007, an dem Tag, der John Lennons Geburtstag gewesen wäre, widmet seine Witwe Yoko Ono eine Friedenssäule in Reykjavik, Island, dem Andenken ihres Ehemannes. Dort werden auch fast eine halbe Million Friedenswünsche in Kapseln um die Säule herum eingegraben, die eine blaue Lichtsäule ist, die in den Himmel über uns aufsteigt.(Die Lichtsäule geht von einem Wunschbrunnen aus, auf dem die Worte „Imagine Peace“ in 24 Sprachen eingearbeitet sind. Die Lichtsäule soll jedes Jahr vom 9.Oktober bis zum 8.Dezember zu sehen sein, A.d.Ü.)

Ich habe den link zu der Imagine Peace website erhalten, während ich einen Zwischenaufenthalt auf dem Flughaben in Las Vegas, Nevada, hatte. Noch immer unter dem Eindruck der Berichte über das Abschlachten von Hunderten wenn nicht Tausenden von burmesischen Mönchen stehend, - was geschah, weil sie gegen ihre unterdrückende Regierung protestierten - , war es hart für mich zu sehen, wie die ganzen Leute da immer noch an den Spielautomaten saßen und an den Hebeln zogen, als ob die Welt nicht gerade mit George zum Teufel gehen würde. Der Vergleich der in Amerika üblichen Spaltung zwischen dem gewohnten Betrieb (alles wie immer) mit den Völkermorden in Darfur und im Irak – während ich noch immer um meinen Sohn trauere – mach mich manchmal richtig benommen.

Also habe ich mich besonnen, zwischen den Flugzeugen meine Augen für einen Moment zu schließen und versucht, das Klingeln und Pfeifen der Spielautomaten auszusperren und mir Frieden „vorzustellen“. Wie würde eine Welt des Friedens aussehen? Wir würde es sich anfühlen, in einer Welt des Friedens zu leben? Ich habe eine großartige Vorstellungskraft, aber ich wusste, diese Übung würde herausfordernd sein.

John Lennon bezeichnete sein Lied „Imagine“ als „antireligiöse, antinationalistische, antikonventionelle und antikapitalistische Art eines „Kommunistischen Manifests“. Mit Sicherheit ist es eine utopische Vision einer perfekten Gesellschaft, die leider nicht nur durch Vorstellen entstehen kann – und wahrscheinlich gar nicht – aber wie nahe können wir dieser Welt kommen und wie viel Opfer wird eine Welt des Friedens von jedem einzelnen von uns abverlangen?

Zuerst, stellt euch eine Welt ohne Religion vor. Eine Welt, wo kranke und verdorbene Leute nicht die Massen zu dem Glauben hin manipulieren könnten, dass ein Set von Mythen und Glaubenssätzen besser ist als ein anderes Set davon. Die Israelis könnten den Palästinensern (mit der Hilfe von christlichen Extremisten) nicht erzählen, dass es in Ordnung ist, deren Land zu besetzen oder sie umzubringen, damit die Juden ihren Anspruch auf ihr „Gelobtes Versprochenes Land“ aufrechterhalten können – versprochen von wem an wen? Die Moslems könnten nicht den „Jihad“ (den heiligen Krieg) gegen Ungläubige verfechten. Es hätte kein Nazi-Holocaust gegen Juden gegeben, keine Kreuzzüge, kein Holocaust gegen die eigene Indianische Bevölkerung, keine schwarze Sklaverei, die durch christliche Schriften gerechtfertigt wird; keinen George Bush, der von seinem christlichen Gott behauptet, er würde ihm – wie einem Anführer von Pöbel – befehlen, einen Schlag gegen die Welt zu führen. Stellt euch das vor!

Zweitens, stellt euch vor: keine Länder. Keine hurrapatriotischen Verehrungen von Fahnen, die bloß aus Stoff sind (nicht aus gesponnenem Gold) oder arroganter Nationalismus, der den Anführern das Recht gibt, andere menschliche Wesen umzubringen, bloß weil sie nicht innerhalb der gleichen falschen Grenzen leben, die künstlich vor vielen Jahren von Herrscherhäusern gezogen worden sind, die schon lange vergangen sind. In diesem patriotischen Übereifer ist es besonders korrekt, andere Leute umzubringen, wenn sie nicht die Religion des eigenen Staates haben (und verschaukelt euch nicht selbst im Glauben, dass die US keine heilige Staatsreligion hätte) . Stellt euch vor, keine Armeen, die in der Realität töten und getötet werden – für ein imperialistisches neoliberales System, das sich seit der Reagan Ära um den ganzen Globus herum wie eine fleischfressende Bakterie verbreitet hat. Stellt euch das vor.

Stellt euch vor: Kein Besitz. Das ist die Crux unseres Problems. Gehen wir mal zurück zu unseren Brüdern und Schwestern an den Spielautomaten von Las Vegas, die schon fast katatonisch (Ausdruck aus der Psychologie) an den Hebeln des Einarmigen Banditen (Spielautomat) ziehen – wofür? Natürlich um den Jackpot zu knacken! Wie freundlich ist es vom Staat Nevada, Spielmaschinen auf den Flughäfen dort aufzustellen, damit wir auf unser Glück bauend den Amerikanischen Traum leben können und noch höhere Stapel voll Zeugs kaufen! An dem Tag, an dem George Bush den mehr als 6 Millionen Kindern hier in Amerika das Recht auf Gesundheit zusprach, starben auf der ganzen Welt 16.000 Kinder an Hunger. In einer Woche, in der wir Mord auf einer horrenden Skala in Burma erlebten, wurden noch mehr Iraker umgebracht oder durch Gewalt aus ihren Häusern vertrieben - um in die Wüste zu ziehen oder wahrscheinlich nach Syrien abzuwandern, wo deren Töchter dann in die Prostitution gezwungen werden könnten, um die Familie zu unterstützen, die doch eigentlich im eigenen Land in Frieden und relativem Wohlstand leben können sollte. Stellt euch das vor.

Es war schwierig für mich, mir Frieden vorzustellen oder zu visualisieren, während ich noch den Schrecken vor Augen habe darüber, dass Bush&Co sogar noch mehr Abschlachten im Mittleren Osten im Iran vorschlägt – und die Kongress-Firma damit beschäftigt ist, einen mörderischen Status Quo zu unterstützen, der Menschen innerhalb von allen Grenzen verletzt, sogar innerhalb unserer eigenen.

Frieden wird nur kommen, wenn jedem Mitglied der Menschheit Wohlstand, Gesundheit und Sicherheit garantiert werden kann, was nicht geschehen wird, wenn nicht mal wir in den US den Hintern hochkriegen um gegen einen Krieg zu protestieren, der jetzt schon 4 ½ Jahre und Tausende von Körpern alt ist.

Wir können uns soviel Frieden vorstellen, wie wir nur wollen, aber bis jeder einzelne von uns willens ist, etwas von seinem Wohlstand zu opfern (da uns die Sicherheit schon von den verdorbenen Republikanern und Komplizen-Demokraten geraubt wurde), wird wahrer Frieden – nicht nur die Abwesenheit von Krieg – so flüchtig sein wie ein Häppchen Wahrheit oder ein Minimum von Mut, das aus Washington DC. Kommt.

Freiwilliges Opfer ist wahrlich ein wirklich revolutionäres Konzept – hier in den Vereinigten Staaten von Amerika.

Ihr sagt also, ihr wollt eine Revolution? Dann stellt euch das vor.

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