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Die Khasaren in den PJs, 25. Teil
By Gyeorgos Ceres Hatonn
Sep 24, 2015 - 8:22:33 AM

Die Khasaren in den PJs

Auszüge aus diversen Phoenix Journalen, 25. Teil

Zusammengestellt von Christ Lippens

Die Seitenzahlen beziehen sich auf das englische PDF-Original.

 

***VON HATONN***

Übersetzung Remo Santini

 

Übermittelt am 1. Oktober 1993

PJ 79 – Seite 38:

Lasst uns weiterfahren mit „Hinter dem Kommunismus“:

 

Die Terror-Sektion

Sechs Ermordete

Als Nebenerscheinung dieser politischen Gärung (in Russland) tauchte am Anfang des Jahrhunderts eine der bemerkenswertesten terroristischen Organisationen auf, die je in den Annalen der Geschichte vermerkt wurden. Dies war die jüdisch beherrschte Sozialrevolutionäre Partei, welche zwischen 1901 und 1906 für die Ermordung von sechs hochrangigen Mitgliedern der kaiserlichen Regierung verantwortlich war, und zwar den Erziehungsminister Bogolepow (1901); Innenminister Sipyagin (1902); Gouverneur Bogdanowitsch von Ufa (1903); Premierminister Wiatyschelaw von Plehve (1904); Großherzog Sergei, Onkel des Zaren (1905); und General Dubrassow, der den Moskauer aufstand niederschlug (1906).

PJ 79 – Seite 39:

Chefarchitekt dieser terroristischen Aktivitäten war der Jude Gerschuni, der die „Terror-Sektion“ der Sozialrevolutionären Partei leitete. Mit der „Kampf-Sektion“ betraut war Yewno Azew, der Sohn eines jüdischen Schneiders und einer der Mitgründer der Partei.

Azew schmiedete später ein Komplott zur Ermordung von Zar Nikolaus II., schaffte es jedoch nicht, es durchzuführen. Er wurde 1909 exekutiert, und Gerschuni wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Dies markierte das Ende der terroristischen Aktivitäten der Partei, aber die Auswirkungen dieser politischen Morde waren weitreichend. Nie mehr waren die kaiserliche Familie oder ihre Minister frei von der Angst vor einem Attentat. Bald sollte ein weiterer Minister erschossen werden – diesmal sogar in Anwesenheit des Zaren. Dies war die Kulisse für die Revolution von 1905.

Blutiger Sonntag

Die Revolution von 1905 wie auch jene von 1917 ereigneten sich in einer Kriegsstimmung. Am 2. Januar 1905 eroberten die Japaner Fort Arthur und gewannen dadurch den entscheidenden Sieg des Krieges [Russisch-japanischer Krieg, 1904-05 (AdÜ)]. Später im Januar ereignete sich ein tragischer Vorfall, der der unmittelbare Grund für die Revolution von 1905 war, und der für alle Zeiten die Haltung der russischen industriellen Bevölkerung gegenüber dem Zaren schädigen würde. Dies war die Sache mit dem „Blutigen Sonntag“.

In ihren Versuchen die Gunst der industriellen Bevölkerung zu gewinnen und in ihrer Suche nach einem Weg, die jüdischen revolutionären Aktivitäten zu bekämpfen, hatte die kaiserliche Regierung die Taktik angewandt, die Bildung von legalen Gewerkschaften zu ermutigen, denen beizutreten den professionellen Agitatoren verboten war. Diese Gewerkschaften waren offiziell anerkannt und durch das Gesetz geschützt.

Vater Gapon

Einer der bedeutendsten Gewerkschaftsführer – und bestimmt der Ungewöhnlichste – war Vater Gapon, ein Priester der russisch-orthodoxen Kirche. Am Tag, an dem Port Arthur fiel, erfolgten in den riesigen Putilow-Werken in St. Petersburg einige Zusammenstöße zwischen Mitgliedern von Vater Gapons Gewerkschaft und Vertretern des Unternehmens. Ein paar Tage später traten die Putilow-Arbeiter in den Streik.

Vater Gapon beschloss, die Angelegenheit direkt vor den Zaren zu bringen. Am darauffolgenden Sonntag versammelten sich Tausende von Petersburger Arbeitern und ihre Familien, um dem Aufruf von „Väterchen“ Folge zu meisten. Der Umzug war absolut geregelt und friedlich, und die Bittsteller trugen patriotische Flaggen mit sich, um ihre Loyalität zur Krone auszudrücken. Am Palasttor angelangt, wurde der Umzug durch einen flammenden Hagel von Gewehrsalven empfangen. Hunderte von Arbeitern und ihrer Familienmitgliedern wurden getötet. Dies war der „Blutige Sonntag“, bestimmt einer der schwärzesten Tage der zaristischen Geschichte.

War Zar Nikolaus II. für den Blutigen Sonntag verantwortlich, wie es marxistische Propagandisten behauptet hatten? Er konnte es nicht gewesen sein, denn zu jener Zeit weilte er nicht in der Stadt. Vater Gapon ist zu einem leeren Palast marschiert. Aber der Schaden war bereits angerichtet. [Aus heutiger Sicht gesehen, könnte ich mir gut vorstellen, dass da ein paar Sniper am Werk waren (AdÜ).]

Revolution von 1905

Der Blutige Sonntag markierte den Beginn der Revolution von 1905. Zum ersten Mal hatte sich den jüdischen Marxisten eine Menge von Angehörigen der Arbeiterklasse angeschlossen. Der Blutige Sonntag lieferte Russlands industrielle Bevölkerung der jüdisch-dominierten revolutionären Bewegung aus.

PJ 79 – Seite 40:

Ende Januar brach in Lodz ein Streik aus, und bis zum 22. Juni entwickelte sich dieser zu einem bewaffneten Aufstand, bei dem 2000 getötet wurden. Der Zar handelte alsbald, um die Situation wieder in Ordnung zu bringen. Anfang Februar befahl er eine Untersuchung (durch die Kommission Schidlowsky) der Gründe für die Unruhen unter den Petersburger Arbeitern, und später im Jahr (August) kündigte er Verfügungen an für die Einführung einer gesetzgebenden Körperschaft, welche später die Duma werden sollte. Nicht nur das, er bot den politischen Tätern eine Amnestie an, unter der übrigens Lenin nach Russland zurückkehrte. Aber diese Versuche zur Beruhigung der Lage misslangen.

Am 20. Oktober trat die von den jüdischen Menschewiken geführte Allrussische Eisenbahner-Gewerkschaft in den Streik. Am 21. wurde in St. Petersburg ein Generalstreik ausgerufen, und am 25. fanden in Moskau, Smolensk, Kursk und anderen Städten Generalstreiks statt.

Petersburger Sowjet

Trotzki an der Macht

Am 26. Oktober wurde der revolutionäre Petersburger Sowjet gegründet. Dieser Petersburger Sowjet übernahm die Funktionen einer nationalen Regierung. Er gab Dekrete heraus, verkündete einen Acht-Stunden-Tag, Pressefreiheit und übte auch sonst das Prärogativ einer Regierung aus. [Hatonn: Passt auf, was HEUTE in Russland geschieht – und nehmt zur Kenntnis, dass ihr beinahe beim Geburtstagsdatum dieses „schicksalhaften“ Oktobers angelangt seid und bei dem zugeteilten Zeitsegment, in dem diesmal die Neue Weltordnung eingeführt werden soll. Der Oktober ist für diese Leute ein wichtiger Monat! Ich lege euch nahe, immer gut aufzupassen.]

Von allem Anfang an war der Sowjet von der menschewistischen Fraktion der russischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei beherrscht, wenn auch die Sozial-revolutionäre Partei auch darin vertreten war. Sein erster Präsident war der Menschewik Zborowski, dem Georgii Nosar folgte. Er hingegen wurde von Leo Trotzki abgelöst, der später, hauptsächlich als ein Resultat seines 1905 gewonnenen Prestiges, zu einem der führenden Köpfe der Oktoberrevolution von 1917 werden sollte.

Trotzki wurde am 9. Dezember Präsident des Petersburger Sowjets, und eine Woche später wurden etwa 300 Mitglieder des Sowjets, darunter Trotzki, verhaftet. Die Revolution war beinahe – aber noch nicht ganz – vorüber.

Parvus

Am 20. Dezember übte der Jude Parvus die Kontrolle über das neue Exekutivkomitee des Sowjets aus und organisierte einen Generalstreik in Petersburg, der 90‘000 Arbeiter umfasste. Am nächsten Tag traten in Moskau 150‘000 Arbeiter in den Streik, und es gab Aufstände in Tschita, Kansk und Rostow; aber innert einer Woche hatte die Regierung die Oberhand gewonnen, und am 30. Dezember war die Revolution vorbei.

Nach 1905

Als Folge der Revolution von 1905 machte sich Zar Nikolaus II. daran, die Unzulänglichkeiten seiner Regierungsform auf höchst lobenswerte Weise zu beheben. Auf sein Dekret hin bekam Russland ein parlamentarisches Regierungssystem und eine Verfassung. Eine wählbare Legislative – die Duma – wurde eingeführt, und es wurden freie Wahlen abgehalten. Durch diese Maßnahmen, und weitere die folgten, schien Russland gut auf dem Weg zu sein,

PJ 79 – Seite 41:

zu einer konstitutionellen Monarchie nach westeuropäischem Muster zu werden, und es ist eine Tatsache, dass es nur der Ausbruch des 1. Weltkriegs war, der es verhinderte, dass dies Realität wurde.

Wie zu erwarten waren die jüdischen revolutionären Parteien erbittert gegen diese Reformen, da sie sie als ein Mittel betrachteten, durch das der revolutionäre Elan aufgelöst werden könnte. Tatsächlich gelang es durch diese Maßnahmen die russischen Massen zu befrieden, und die Jahre zwischen 1905 und 1914 waren von vergleichsweiser Ruhe und Fortschritt bestimmt. Keinem Mann gebührt mehr Verdienst für diese Sachlage als Premierminister Peter Arkadjewitsch Stolypin, der sich im Jahr nach der Revolte von 1905 als die eindrucksvollste Figur des kaiserlichen Russlands hervortat.

Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass er von 1906 bis 1911 die russische Politik beherrschte. Es war er, der Russland die berühmte „Stolypin-Verfassung“ gab, die es unter anderen Dingen unternahm, die Bürgerrechte der Bauernschaft zu garantieren, welche 85% der Bevölkerung Russlands ausmachte. Seine Landreform, für die er berühmt ist, gab dem Bauern nicht nur das Recht auf Landbesitz, sondern finanzierte den Erwerb durch Staatsdarlehen. Stolypin war entschlossen, dem Bauern eine Beteiligung am Kapitalismus zu geben, da er glaubte, dass „das natürliche Gegengewicht zum Gemeindevorsteher die individuelle Eigentümerschaft ist“.

Waren Stolypins Landreformen erfolgreich? Bertram Wolfe, der in jeder Hinsicht antizaristisch und prorevolutionär ist, hat dies zu sagen („Three Who Made a Revolution“ [Drei, die eine Revolution machten], p. 360, von Bertram Wolfe, Dial Press, New York, 1948):

„Zwischen 1907 und 1914, unter den Gesetzen der Stolypin-Landreform, haben sich 2‘000‘000 Bauernfamilien von der Dorfgemeinschaft (Mir) losgesagt und wurden persönliche Eigentümer. Den Krieg über ging dies weiter, sodass bis zum 1. Januar 1916 6‘200‘000 Bauernfamilien von etwa 16‘000‘000 Berechtigten den Antrag zur Trennung eingereicht hatten. Lenin betrachtete die Sache als ein Rennen gegen die Zeit zwischen Stolypins Reformen und dem nächsten Aufstand. Sollte ein Umsturz um einige Jahre verschoben werden, so würden die neuen Landreformen die ländlichen Regionen so verändern, dass sie keine revolutionäre Kraft mehr darstellen würden. Wie nahe Lenin dabei war, das Rennen zu verlieren, war die Tatsache, dass als er 1917 die Bauern dazu aufrief ‚das Land an sich zu nehmen‘, sie bereits mehr als drei Viertel davon besaßen.“

Die russischen Juden wollten eine Revolution und keine Reformen. Schon 1906 war ein Versuch gemacht worden, Premierminister Stolypin zu ermorden, indem sein Landhaus durch einen Bombe zerstört wurde. Im September 1911 wurde dann schließlich der beste Premierminister, den Russland je hatte, kaltblütig niedergeschossen, während er einer Galavorstellung im Kiewer Theater beiwohnte. Der Attentäter war ein jüdischer Rechtsanwalt namens Mordechai Bogrow. So begab es sich, dass Russland seit 1902 durch jüdische Mörder zwei Premierminister verlor.

Viele von Stolypins Reformen wurden nach seinem Tod durchgeführt. So wurde 1912 ein Versicherungsgesetz für die Industrie vorgestellt, das allen Industriearbeitern bei Krankheit und Unfall eine Lohnausfallentschädigung von zwei Drittel bis drei Viertel ihres regulären Lohns zusprach. Zum ersten Mal bekamen die Zeitungen der revolutionären Parteien einen legalen Status. Die öffentlichen Schulen wurden erweitert, und die Wahlgesetze revidiert. 1913 erfolgte eine Generalamnestie für politische Gefangene. Nicht einmal der strengste Kritiker des Zarismus kann bestreiten, dass diese Maßnahmen von Seiten der kaiserlichen Regierung einen ehrlichen Versuch darstellten, Reformen durchzuführen. Warum wurde der Zar trotz alledem gestürzt?

[Hatonn: Dies ist eine gute Frage und ebenso ein guter Moment, um ein paar Bemerkungen zur Kenntnisnahme einzuwerfen, über das, was derzeit in Russland vor sich geht. Es ist auf KEINEN FALL so, dass zwischen der Regierungsmacht (Yeltsin) und den israelischen zionistischen Juden Liebe ist. Ich mache keine Kommentare über den Mann – ich lege euch einfach nahe, dass ihr ein paar Jahre zurückgeht bis zu seinem ersten Besuch in den USA und euch an die Brüskierungen und den öffentlichen Quatsch, die ihr in Amerika gegenüber diesem Mann von euch gabt, erinnert. Ihr nanntet ihn einen Trinker, und die Zionisten taten alles, was sie

PJ 79 – Seite 42:

konnten, um jegliche Beziehung, die ihr mit ihm hättet aufbauen können, zu versauern. Und seitdem? Er hat gegen euch Oberhand gewonnen, indem er den Internationalen Währungsfond, usw., zu seinem Vorteil benutzte. Ist dies vielleicht eine Art Erpressung oder wirklich Kameradschaft? Russland ist es gelungen, den größten Teil eurer Reserven an Verbrauchsgütern – bestimmt Getreide – zu bekommen, und ihr habt in keinster Weise in technischer Hinsicht die Oberhand.

Ist diese Yeltsin-Regierung auf eurer Seite oder eure Seite? Dies hängt davon ab, auf welcher Seite der gegnerischen Münze IHR seid. Wem genau dient ihr – der Freiheit oder der Neuen Weltordnung? Wem dient Yeltsin? Ich behaupte, dass wenn ihr diese Antwort herausfindet – ihr ein sehr interessantes Stück Erkenntnis haben werdet – je nachdem, wie ihr euch hinsichtlich der Neuen Weltordnung vorherseht!

Ein Riesentamtam wird wegen Clinton und den Briten und, und, gemacht von den reizbaren Ländern der Welt, die „auf Yeltsins Seite“ sind! Denkt ihr tatsächlich, Yeltsin scheine dies alles völlig egal zu sein? Ich bitte euch, Schlafmützen, ihr seid wie ein Haufen erbärmlicher Hinterseiten-Küsser, und in Russland heulen sie in Schadenfreude über euch.]

1. Weltkrieg

Einer der Hauptfaktoren, der zur Zerstörung der kaiserlichen Regierung beitrug, war der Ausbruch des 1. Weltkriegs. Vor dem Krieg umfasste die kaiserliche Armee etwa 1‘500‘000 Berufssoldaten, gut trainiert und loyal zu den Korps…

„… aber bis 1917 war die reguläre Armee verschwunden. Ihre Verluste während der ersten zehn Kriegsmonate wurden auf 3‘800‘000 geschätzt, oder, um die Schätzung des Generalquartiermeisters Danilow zu nehmen, auf 300‘000 Mann pro Monat. Und von den Offizieren, die an den Kämpfen teilnahmen, starben im Verhältnis doppelt so viele, während sie ihren Männern befahlen zu kriechen.“ („Russland“, p. 41, von Bernard Peres, New American Library, New York, 1969 überarbeitet.)

Insgesamt wurden 18 Millionen Männer zu den Fahnen gerufen, von denen die meisten aus der Bauernschaft zwangsverpflichtet waren. Wenn auch mutig im Kampf, so erwiesen sie sich politisch als unzuverlässig und waren leicht durch Agitatoren aufzuwiegeln.

Eine große Anzahl der Industriearbeiter wurde ebenfalls zu den Waffen befohlen, und ihre Arbeitsplätze wurden von Bauern eingenommen, frisch vom Land. In der Folge wurden Russlands wichtigste Städte von einer Arbeiterklasse bewohnt, die von der Herkunft und der Denkweise her ländlich war, und der dann der Konservatismus und die Stabilität fehlte, die mit dem Besitz von Land einherzugehen scheinen. Dieses neue Proletariat bestand in Wirklichkeit aus entwurzelten und landlosen Kleinbauern, schlecht an ein Leben in der Stadt angepasst und leicht durch Propagandisten aufzustacheln.

Nun – man sollte sich daran erinnern, dass die russische Revolution durch eine Handvoll Revolutionäre durchgeführt wurde, die vor allem in größeren Städten operierten, während etwa 85% der russischen christlichen Bevölkerung bäuerlich war. Und diese Landleute nahmen praktisch überhaupt nicht an der Revolte teil. Umgekehrt waren nur 2,4% der jüdischen Bevölkerung auf Bauernhöfen ansäßig; die große Mehrheit der Juden war in den Städten versammelt. Die „Universal Jewish Encyclopedia“ gibt an (p. 285, Bd. 9, New York, 1939): “…es muss erwähnt werden, dass die Juden beinahe ausschließlich in den Städten lebten; unter der städtischen Bevölkerung Russlands machten die Juden 11% aus. Zwei zusätzliche Faktoren wurden in Betracht gezogen. Einerseits nahm die Landbevölkerung praktisch nicht an politischen Aktivitäten teil, und andererseits gab es unter den russischen Juden so gut wie keine Analphabeten.“

Es ist eine Tatsache, dass die Juden einen erheblichen Anteil an der gebildeten Klasse darstellten. Nicht nur das,

PJ 79 – Seite 43:

sondern die überwiegende Mehrheit der Angehörigen der höheren Berufsstände waren Juden. Die jüdische Präsenz unter den Akademikern war so dominierend, dass nur einer von acht russischen Akademikern ein Nichtjude war. Mit anderen Worten, die Juden, die 4,2% der Vorkriegsbevölkerung Russlands darstellten, machten etwa 87% seiner akademischen Klasse aus.

Die Evakuierungen

Ebenso bedeutsam war die Tatsache, dass sich das Kriegsgeschehen in jenen Gebieten befand, die sehr stark von Juden bevölkert waren. Man sollte sich daran erinnern, dass sich bis 1914 die jüdische Bevölkerung Russlands der Sieben-Millionen-Marke näherte (die exakte Zahl, wie in der „Universal Jewish Encyclopedia“ angegeben, ist 6‘946‘000). Von denen lebte ein wesentlicher Anteil in Russisch-Polen, das eine Kriegszone war. Die Mehrheit dieser Juden tendierte aus Hass für die zaristische Regierung dazu, einem deutschen Sieg den Vorzug zu geben. Deswegen war das kaiserliche Oberkommando genötigt, in der ersten Hälfte von 1915 alle Juden aus dem Kriegsgebiet zu entfernen. Zum Beispiel wies das Oberkommando im Mai 1915 alle jüdischen Einwohner der Provinzen Kurland und Grodno aus; nahezu eine halbe Million Juden waren gezwungen, ihre Häuser in der militärischen Zone zu verlassen. Diese Ausgewiesenen hatten zuerst innerhalb der Siedlungsbegrenzung zu bleiben, aber im August 1915 wurde ihnen erlaubt, sich in allen Städten des Reichs anzusiedeln. So begab es sich, dass als der Krieg weiterging, eine Flut von den Zaren hassenden Juden anfing in die Städte jenseits der Siedlungsbegrenzung einzudringen.

Revolution

Die Revolution erfolgte im März 1917 in St. Petersburg, der Hauptstadt der Romanows. Von Anfang bis zum Ende war nur eine unglaublich kleine Anzahl Leute an der Revolte beteiligt, wenn wir in Betracht ziehen, dass das Schicksal von 150 Millionen Russen auf dem Spiel stand. Die Revolte ereignete sich, wie wir versucht haben darzustellen, aufgrund von jüdischen Unruhen, aufgrund von Unzufriedenheit der Juden und vor allem wegen der Entschlossenheit der Juden, den Zarismus zu zerstören. Bis zum Frühling 1917 war die instabile städtische Bevölkerung vollständig vergiftet worden mit dieser Unzufriedenheit. Eine Lebensmittelknappheit in Petersburg fachte diese Unzufriedenheit zur Flamme der Revolution zusätzlich an.

Im dritten Jahr des 1. Weltkriegs war St. Petersburg Russlands größtes Zentrum für Waffenproduktion, und als solches verfügte es über die größte Arbeiterbevölkerung aller russischer Städte. Es hatte auch die größte jüdische Bevölkerung aller Städte außerhalb der Siedlungsbegrenzung. Im März 1917 führte ein Zusammenbruch des russischen Transportsystems zu einer schlimmen Lebensmittelknappheit in der Stadt. Zur selben Zeit fingen auch die Fabriken der Stadt an wegen Materialmangel zuzumachen. Diese beiden Faktoren waren extrem wichtig für die unmittelbar bevorstehenden Tage.

Die hoffnungslose Lebensmittelknappheit wirkte sich auf jede Familie der Stadt aus. Darüber hinaus trieb die erzwungene Untätigkeit der arbeitenden Bevölkerung – wegen dem Stillstand der Fabriken – viele Arbeiter auf die Straßen. Hier wird ein täglicher Bericht über die Ereignisse angeboten, die mit dem Sturz des Zaren und der Einsetzung einer provisorischen Regierung endeten.

5. März: Bis zu diesem Zeitpunkt war es offensichtlich – auch für ausländische Besucher – dass Ärger am Gären waren. Die Warteschlangen für Brot wurden mit jedem Tag länger, und die Fabrikarbeiter begannen in großer Zahl auf den Straßen zu erscheinen. Während des Tages begann die Polizei, an strategischen Orten in der Stadt Maschinengewehre aufzustellen.

PJ 79 – Seite 44:

6. März: In Erwartung von Schwierigkeiten brachte die Regierung viele Kosakensoldaten in die Stadt. Eine Revolution wurde nun offen vorhergesagt, und in deren Erwartung gingen viele Läden daran, ihre Fenster mit Brettern zuzunageln. Die wenigen übriggebliebenen Fabriken wurden wegen Streiks geschlossen, und die Polizei stellte noch mehr Maschinengewehre auf. Der Zar, der die Truppen an der Front besuchte, war noch immer nicht in die Stadt zurückgekehrt. Die Duma hielt weiterhin ihre Sitzungen ab.

8. März: Ansammlungen von Frauen begannen eine Reihe von Demonstrationen in den Straßen, um gegen den Brotmangel zu protestieren. Agitatoren, von denen viele Veteranen der Revolution von 1905 waren, übernahmen die Führung und begannen Ablenkungsdemonstrationen zu organisieren. Da und dort sangen die Massen die „Marseillaise“ – die in Russland als ein Revolutionslied betrachtet wurde. Einige rote Fahnen tauchten auf. An der Ecke des Newsky-Prospekts und des Katharinenkanals vertrieb berittene Polizei, unterstützt von Kosakenkavallerie, die Massen. Die Massen hatten die roten Flaggen der Revolution erhoben ohne jedoch beschossen zu werden.

9. März: Schon seit dem frühen Morgen war der Newsky-Prospekt vom Katharinenkanal bis zur Nikolai-Station mit Menschenmassen verstopft, welche größer und wagemutiger waren als am Vortag. Die Straßenbahnen fuhren nicht mehr. Die Kosakenkavallerie, die den Befehl hatte, den Newsky von Demonstranten freizuhalten, griff den Mob verschiedentlich an, und einige Leute wurden niedergetrampelt. Aber es war beobachtet worden, dass die Kavalleristen nur die flache Seite ihrer Säbel einsetzten und zu keiner Zeit ihre Feuerwaffen. Dies ermutigte den Mob, der die Kosaken fürchtete. Unterdessen waren die Agitatoren ununterbrochen am Werk.

10. März: Im Laufe des Nachmittags versammelten sich riesige Menschenmassen an den Nikolai-Station. Ein amerikanischer Fotograf, Donald Thompson, hat die Szene dort in lebhafter Weise beschrieben („Donald Thompson in Russia“, p. 54, von Donald Thompson, Century Co., New York, 1918):

„Etwa um zwei Uhr fuhr ein reich gekleideter Mann im Pelzmantel in einem Pferdeschlitten auf den Platz und befahl seinem Kutscher durch die Menge zu fahren, die zu jenem Zeitpunkt in einer sehr bedrohlichen Stimmung war, aber trotzdem dazu neigte, ihm Platz zu machen. Er war ungeduldig und hatte wahrscheinlich kalt und fing an zu reden. Alle Russen bestehen darauf zu reden. Nun, er schätzte die Menge falsch ein und schätzte auch die Lage in Petrograd falsch ein. Ich befand mich etwa 150 Fuß von dieser Szene. Er wurde aus seinem Schlitten gezerrt und geschlagen. Er suchte Schutz in einer stillstehenden Straßenbahn, wohin ihm die Arbeiter folgten. Einer von ihnen ergriff eine kleine Eisenstange und schlug seinen Kopf zu Brei. Dies schien den Mob auf den Geschmack von Blut zu bringen. Sogleich wurde ich nach vorn gestoßen, gegenüber die Masse, die den Newsky hinunterbrandete und anfing, Fenster zu zerschlagen und ein allgemeines Durcheinander zu provozieren. Viele von den Männern trugen rote Fahnen auf Stangen. Die Geschäfte entlang dem Newsky sind, zumindest die meisten davon, von schweren eisernen Rollläden geschützt. Bei jenen, die keine hatten, wurden die Fenster eingeschlagen. Ich beobachtete, dass zu jener Zeit auf den Seitenstraßen Krankenwagen kamen und gingen. In jedem von ihnen lagen drei oder vier Leute.“

Das Chaos wurde nun allgemein. Der Pöbel richtete seine Wut auf die Polizisten, die sich in einem letzten verzweifelten Widerstand in den Polizeistationen verbarrikadierten. Sie wurden fast bis zum letzten Mann totgeschlagen, und die Gefängnisse wurden von allen ihren Insaßen geleert, was auch die schlimmsten Kriminellen jeder Kategorie umfasste.

11. März: Die Unruhen gingen am 11. weiter. Zum Terror der Revolution gesellten sich die Plünderungen der soeben freigelassenen Kriminellen. Im Laufe des Tages sandte die Duma folgende eilige Botschaft an den Zaren, der nun auf dem Weg nach Petersburg war: „Die Situation ist ernst. In der Hauptstadt herrscht Anarchie. Die Regierung ist lahmgelegt. Die Situation hinsichtlich des Transports, Lebensmittelnachschubs und Brennstoffs hat einen Zustand von vollständiger Desorganisation erreicht.

PJ 79 – Seite 45:

Die Unzufriedenheit der Polizei verstärkt sich. In den Straßen wird unkontrolliert geschossen. Verschiedene Abteilungen der Truppen beschießen einander gegenseitig. Es ist notwendig, unverzüglich eine Person, die das Vertrauen des Landes genießt, mit der Schaffung einer neuen Regierung zu betrauen.“

Die Reaktion des Zaren entsprach tragischerweise überhaupt nicht der Realität der Situation. Man kann daran zweifeln, ob er eine gewisse Ahnung von dem hatte, was sich da anbahnte. Seine Reaktion war es, die Auflösung der Duma zu befehlen. Die überwiegende Mehrheit der Mitglieder der Duma – die loyal zum Zaren hielt – gehorchte seinem Befehl, mit dem Resultat, dass der letzte Überrest von regierungsseitlicher Autorität in der Hauptstadt aufhörte zu existieren.

12. März: Der Präsident der aufgelösten Duma sandte diese letzte verzweifelte Botschaft an den Zaren: „Die Situation verschlimmert sich. Es müssen unverzüglich Maßnahmen getroffen werden, denn morgen wird es zu spät sein. Die letzte Stunde hat geschlagen, und das Schicksal des Vaterlandes und der Dynastie entscheidet sich nun.“ Es ist gut möglich, dass Zar Alexander II. die Botschaft nie erhalten hat; auf jeden Fall antwortete er nicht darauf. Und tatsächlich war es spät…

Um ein Uhr morgens des 12. rebellierte eines der Regimenter (das Volynski), wobei die Offiziere getötet wurden. Bis um 11 Uhr morgens hatten sechs Regimenter rebelliert. Um 11.30 Uhr ergab sich die Garnison „Peter und Paul“ und schloss sich der Revolution an. Der einzige Abschnitt der Stadt, der nun unter Regierungskontrolle geblieben war, waren das Kriegsministerium, das Admiralitätsgebäude und die St.-Isaaks-Kathedrale. Die Revolution war nun eine vollendete Tatsache. Vier Tage später, am 16., dankte der Zar, dessen Zug Petersburg nie erreichte, ab. Die abschließenden Worte seiner handgeschriebenen Abdankung lauteten: „Möge Gott mit Russland Erbarmen haben.“ Und bevor ein Jahr vorbeigegangen war, wurden diese Worte viele, viele Male wiederholt.

Der 12. März markierte die Bildung von zwei Regierungsorganismen, die Russland gemeinsam für die nächsten acht Monate regieren sollten. Der erste war das provisorische Komitee der Duma, bestehend aus zwölf Mitgliedern und geleitet von Prinz Lvov. Diese Gruppe diente als provisorische Regierung, bis sie im Oktober von den Sowjets gestürzt wurde. Zu allen Zeiten jedoch arbeitete diese unter der Duldung durch den Petersburger Sowjet, welcher die zweite Behörde war, die am 12. geschaffen wurde.

Der Petersburger Sowjet war in Wirklichkeit von den Menschewiken und den bolschewistischen Teilen der Russischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei dominiert, von denen die Menschewiken bei weitem die einflussreichsten waren. Eine zweite Partei, die Sozialrevolutionäre Partei, war eine Minderheitspartei.

Wie wir sehen werden gewann schließlich die bolschewistische Fraktion die Kontrolle über den Petersburger Sowjet, und als sie das erreicht hatte, führte sie die Oktoberrevolution herbei und installierte ein Regime, das an der Macht blieb. Um die Ereignisse besser zu verstehen, ist es notwendig, dass wir die Geschichte dieser Menschewiken und Bolschewiken und ihrer Russischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei nachzeichnen.

FORTSETZUNG FOLGT

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Es ist sehr wichtig, Leser, dass ihr sehr gut aufpasst, während sich dies entfaltet, denn die Spieler dieses wichtigen „Spiels der Welt“ werden euch durch dieses Sonnenschutzglas gezeigt, welches zwischen euch und der Wahrheit gestellt wurde. Die „LÜGE“ ist zum Kennzeichen eines „normalen“ Ablaufs geworden, wie ihr sogar bei unseren kleinen und persönlichen Auseinandersetzungen sehen könnt.


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