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Changing The Face Of Religion : - Phoenix Journals - PDF in German Last Updated: Jan 19, 2022 - 5:26:20 PM


Die Khasaren in den PJs, 13. Teil
By Gyeorgos Ceres Hatonn
Apr 19, 2015 - 9:29:44 AM

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Die Khasaren in den PJs

Auszüge aus diversen Phoenix Journalen, 13. Teil

Zusammengestellt von Christ Lippens

Die Seitenzahlen beziehen sich auf die deutsche Übersetzung.

 

***VON HATONN***

Übersetzung Melanie Rieder

 

PJ 28 – Kap. 20, pp. 15-18:

ZURÜCK ZU DEN ARABISCHEN KRIEGEN

Während der langen Kampfpause zwischen dem ersten und zweiten Arabischen Krieg wurden die Khasaren in mehr als eine der blutrünstigen Episoden der byzantinischen Geschichte verwickelt, die so charakteristisch sind für jene Zeit, und in denen die Khasaren auch eine Rolle spielten.

Im Jahre 685 wurde Justinian II Rhinotmetus im Alter von sechzehn Jahren oströmischer Kaiser. Gibbon hat auf seine unnachahmliche Weise ein Portrait des Jünglings gezeichnet:

„Seine Leidenschaften waren ausgeprägt; sein Verstand war schwach, und er war von einem dummen Hochmut erfüllt… Seine Lieblingsminister waren zwei Wesen, die am wenigsten für menschliche Sympathien empfänglich waren; ein Eunuch und ein Mönch; der Erste maßregelte die Mutter des Kaisers mit einer Geißel, der Zweite hängte die zahlungsunfähigen Tributpflichtigen mit dem Kopf nach unten über ein schwaches, qualmendes Feuer.“

Nach zehn Jahren unerträglicher Missregierung erfolgte eine Revolution, und der neue Kaiser, Leontius, befahl Justinians Verstümmelung und Verbannung:

„Die Amputation seiner Nase, vielleicht seiner Zunge, war schlampig ausgeführt; die glückliche Flexibilität der griechischen Sprache bedachte ihn mit dem Namen Rhinotmetus (weggeschnittene Nase). Der verstümmelte Tyrann war nach Chersones in Krim-Tatarien verbannt worden, in eine einsame Siedlung, wo Getreide, Wein und Öl als ausländischer Luxus eingeführt wurden.“

Man muss hierzu vermerken, daß die an Justinian statuierte Behandlung sogar als ein Akt der Nachsicht betrachtet wurde: die allgemeine Tendenz jener Zeit war, das Strafgesetz zu humanisieren, indem die Kapitalstrafe durch Verstümmelung ersetzt wurde. Z.B. war die Amputation der Hand für Diebe) oder der Nase (Unzucht) die häufigste Form. Byzantinische Herrscher tendierten auch zur Praxis der Blendung gefährlicher Rivalen, ihnen so großherzig das Leben erlassend.

Während seines Exils in Chersones hörte Justinian nicht auf, Komplotte zu schmieden, um seinen Thron wiederzugewinnen. Nach drei Jahren sah er seine Chancen besser werden, denn in Byzanz war Leontius entthront worden und hatte seine Nase ebenfalls weg. Justinian entfloh aus Chersones und begab sich in die durch die Khasaren beherrschte Stadt Doros auf der Krim, wo er ein Treffen mit dem Kagan der Khasaren hatte, König Busir (oder Bazir). Der Kagan muss die Gelegenheit willkommen geheißen haben, seine Finger in den reichhaltigen Kuchen der byzantinischen Dynastiepolitik zu stecken, denn er bildete mit Justinian eine Allianz und gab ihm seine Schwester zur Frau. Diese Schwester, auf den Namen Theodora getauft und später ordnungsgemäß gekrönt, scheint die einzige anständige Person in dieser ganzen Reihe von schmutzigen Intrigen gewesen zu sein und wirkliche Liebe für ihren naselosen Ehemann empfunden zu haben (der ja erst Anfang dreißig war). Das Paar und seine Gruppe von Anhängern wurde nun zur am östlichen Ufer der Straße von Kerch gelegenen Stadt Phanagoria, heute Taman, gebracht, das am östlichen Ufer der Straße gebracht, die einen khasarischen Gouverneur hatte.

Dort machten sie Vorbreitungen für die Invasion von Byzanz mit der Hilfe der khasarischen Armee, was König Busir offenbar versprochen hatte. Doch Gesandte des neuen Kaisers, Tiberius III, überzeugten Busir, seine Meinung zu ändern, indem sie ihm eine reiche Belohnung in Gold versprachen, wenn er Justinian tot oder lebendig an die Byzantiner ausliefere. König Busir befahl demzufolge zwei seiner Helfershelfer namens Papatzes und Balgitres, seinen Schwager zu ermorden. Aber die getreue Theodora bekam Wind von dem Komplott und warnte ihren Ehemann. Justinian lud Papatzes und Balgitres getrennt in seine Quartiere ein und erdrosselte jeden mit einem Seil. Dann bestieg er ein Schiff, segelte über das Schwarze Meer bis zum Donaudelta und ging mit einem mächtigen bulgarischen Stamm eine neue Verbindung ein. Dessen König, Terbolis, bewies einstweilen, zuverlässiger zu sein als der khasarische Kagan, denn 704 lieferte er Justinian 15'000 Reiter, um Konstantinopel anzugreifen. Nach zehn Jahren hatten die Byzantiner entweder die dunkleren Seiten von Justinians früherer Regentschaft vergessen, oder sie fanden ihren gegenwärtigen Herrscher noch unerträglicher, denn sie erhoben sich prompt gegen Tiberius und setzten Justinian wieder auf den Thron. Der König von Bulgarien wurde mit einer Riesenmenge Goldmünzen belohnt, die er mit seiner „skythischen Peitsche“ ausmaß und ging dann nach Hause – nur um dann einige Jahre später in einen neuen Krieg gegen Byzanz verwickelt zu werden. Nun, ist Geschichte im Grunde nicht lustig?

Justinians zweite Regierungszeit (704-711) stellte sich als noch schlimmer heraus als die erste: (aber wir wissen, daß seine Nase nicht ganz weg war) „er betrachtete das Beil, das Seil und die Folterbank als die einzigen Werkzeuge eines Königtums.“ Er wurde geistig unausgeglichen, war von Hass gegen die Einwohner von Chersones besessen, wo er die meisten bitteren Jahre seines Exils verbracht hatte und sandte eine Expedition gegen die Stadt. Einige der führenden Bürger Chersones wurden lebendig verbrannt, andere ertränkt, und es wurden viele Gefangene gemacht. Aber dies war nicht genug, um Justinians Rachsucht zu befriedigen, denn er sandte eine zweite Expedition mit dem Befehl, die Stadt dem Erdboden gleichzumachen. Aber dieses Mal wurden seine Truppen von einer mächtigen khasarischen Armee abgefangen. Daraufhin wechselte Justinians Vertreter auf der Krim, ein gewisser Bardanes, die Seiten und schloss sich den Khasaren an. Die demoralisierten byzantinischen Expeditionstruppen schworen Justinian ihre Gefolgschaft ab und wählten Bardanes unter dem Namen Philippicus zum Kaiser. Aber da sich Philippicus in der Hand der Khasaren befand, mussten die Aufständischen ein großes Lösegeld bezahlen, um ihren neuen Kaiser zurückzubekommen. Als die Expeditionstruppen nach Konstantinopel zurückkehrten, wurden Justinian und sein Sohn ermordet und der als Befreier bejubelte Philippicus auf den Thron gesetzt – nur um ein paar Jahre später abgesetzt und geblendet zu werden.

Dies ist ein sehr trauriger und miserabler Punkt dieser blutigen Heldenerzählung, meine Lieben. Wie viel Lösegeld werdet ihr den Khasaren bezahlen bevor dies vorbei ist? Diese kleine Erzählung, die euch allen so langweilig erscheint, ist dazu da, euch den Einfluss, den die Khasaren auf das Schicksal des Oströmischen Reichs ausübten, zu zeigen – zusätzlich zu ihrer Rolle als Verteidiger das kaukasischen Walls gegen die Moslems. Bardanes-Philippicus war ein Kaiser der Khasaren genau wie es Henry Kissinger in dieser Neuen Weltordnung für den Tod des Planeten ist. Ich kann euch versichern, daß zu jener Zeit, wie heute wieder, die Khaquan (Khasaren) so gut wie über den ganzen Planeten Erde die Macht ausübten!

Nächstes Thema, das ich euch nochmals darlegen werde: wie es kam, daß die Khasaren zum „Judentum“ konvertierten – etwa um 740.

Und nun muss ich meine Schreiberin entlassen, denn heute Abend haben wir eine Versammlung über das Thema der UFO’s, und Hatonn hat die Absicht, daran teilzunehmen. Ich bin müde darüber, was in dieser Gemeinde hinsichtlich meiner Mitarbeiter vor sich geht. Ich denke, daß jeder, der meine „Besuche“ erlebt hat, den Unterschied zwischen Hatonns und Dharmas Anwesenheit nicht anzweifelt. Es ist an der Zeit, daß ihr Kinder der Erde Shan erwachsen werdet, denn ihr seid kurz davor, in die Falle zu laufen, die dann allem Wachsen ein Ende setzen wird.

Ich begebe mich in den Stand-by-Modus und bitte euch dringendst aufzupassen, denn ihr befindet euch in ernsthaften Schwierigkeiten. Salü.

Hatonn verabschiedet sich, bitte.

PJ 28 – Kap. 21, pp. 5-9:

ZURÜCK ZU DEN KHASAREN

Nachdem, was wir bereits über dieses Thema geschrieben haben, sollte die nächste wichtige chronologische Einzelheit die Konvertierung der Khasaren zum Judentum sein, etwa um 740 n.Chr. (was kaum wie die Geburts- oder Todeszeit von jenem klingt, den ihr Jesus nennt). Aber um dieses bemerkenswerte Geschehnis in seiner wahren Perspektive zu sehen, solltet ihr eine gewisse Ahnung von den Lebensgewohnheiten, den Bräuchen und dem Alltag der Khasaren vor der Konvertierung haben.

Augenzeugenberichte auf eurem Erlebensniveau gibt es tatsächlich nicht, aber Leute mit einem großen Ego hinterlassen immer Zeichen und Beweise ihres Durchzugs, mündliche Überlieferungen werden weitergegeben, und die Mythen werden einmal mehr durch die Aufdeckung verräterischer Fakten bewiesen. Was ihr also habt, das sind hauptsächlich Berichte und Zusammenfassungen aus zweiter Hand der byzantinischen und arabischen Chronisten, die zwar bruchstückhaft aber ausreichend sind. Ein kleiner Teil an Information, die einen sicheren Hinweis darstellt, ist ein Brief eines khasarischen Königs, den ich euch später unterbreiten werde; ein weiteres Indiz ist ein Reisebericht eines aufmerksamen arabischen Reisenden, Ibn-Fadlan, der wie Priscus Mitglied einer diplomatischen Mission gewesen war, die sich von einem zivilisierten Hof zu den Barbaren des Nordens begab. Ich bemühe mich, mich an Berichte zu halten, die bewiesen werden können, wenn ihr in den geschichtlichen Aufzeichnungen nachforscht – ich bin nicht hier im Beruf eines mystischen Magiers oder Wahrsagers, mein Auftrag ist es, euch Informationen zu vermitteln, die ihr durch eigene Forschung überprüfen könnt: wenn ihr genügend interessiert seid und meinen Ausführungen nicht traut – geht und schaut euch die Dokumente mit historischen Informationen an. Einige davon sind leider in „Archiven“ eingeschlossen, wobei nicht die Absicht besteht, daß Ihr-das-Volk diese Werke in die Hand bekommen sollt. Zudem werden Bücher, die diese Themen behandeln, aus den Regalen entfernt, zerstört, und es wird ihnen nur eine sehr eingeschränkte Zirkulation erlaubt. Wie dem auch sei. Gott stellt immer bereit – es überleben genügend davon, und wenn der Mensch bereit ist, seinen eigenen Nacken zu retten und die Wahrheit zu finden – dann ist es da, wo es gefunden werden kann.

Der Hof war jener des Kalifen al Muktadir, und die diplomatische Mission reiste von Bagdad über Persien und Buchara zum Land der Wolgabulgaren. Der offizielle Vorwand für diese eindrucksvolle Expedition war ein Einladungsschreiben des bulgarischen Königs, der den Kalifen um zwei Dinge bat: a) Religionslehrer, um sein Volk zum Islam zu bekehren, und b) ihm eine Festung zu bauen, die es ihm erlauben würde, seinem Oberherren, dem König der Khasaren, die Stirne zu bieten. Die Einladung – zweifellos durch vorhergehende diplomatische Kontakte bereits arrangiert – lieferte auch die Gelegenheit, unter den verschiedenen türkischen Stämmen, die die Gebiete bewohnten, durch welche die Mission reisen musste, Wohlwollen zu schaffen, und zwar durch das Predigen der Botschaft des Korans und durch Verteilen von großen Mengen an Gold als Bakschisch.

Die ersten Abschnitte des Berichts unseres Reisenden basieren auf der deutschen Übersetzung des arabischen Textes von Zeki Validi Tongan und auf der englischen Übersetzung von Ausschnitten von Blake und Frye. Aber damit es für euch zweckmäßiger und weniger eintönig ist, werde ich sie ein bisschen umschreiben:

Dies ist das Buch von Ahmad ibn-Fadlan ibn-al-Abas, ibn-Rashid, ibn-Hammad (Hatonn: Ist es für euch immer noch undenkbar, daß Judas Ischariot hätte falsch dargestellt werden können, wenn auch unabsichtlich, eben als Judas Ischariot? Kann jemand, ohne zu schauen, die Namen repetieren, die ich soeben geschrieben habe? Zumindest einen von ihnen? So sei es.), einem Beamten in Diensten von [General] Muhammed ibn-Sulayman, dem Botschafter des [Kalifen] al Muktadir beim König der Bulgaren, in welchem er darüber berichtet, was er in den Ländern der Türken, der Khasaren, der Rus, der Bulgaren, der Baschkiren und anderen hinsichtlich ihrer verschiedenen Typen von Religionen, ihrer Geschichten über ihre Könige und ihrer vielfältigen Lebensarten gesehen hat.

Der Brief des Königs der Bulgaren erreichte den Befehlshaber der Gläubigen, al Muktadir; darin bat er ihn, ihm jemanden zu schicken, der ihm religiöse Belehrung erteile und ihn mit den Gesetzen des Islams vertraut mache, der ihm eine Moschee und eine Kanzel baue, damit er seine Mission der Konvertierung der Menschen im seinem ganzen Land durchführen könne; er flehte zudem den Kalifen an, ihm eine Festung zu bauen, damit er sich gegen feindliche Könige (tatsächlich der König der Khasaren) verteidigen könne. Alles was der König erbat, wurde vom Kalifen gewährt;. Ich war dazu ausgewählt, dem König die Botschaft des Kalifen vorzulesen, ihm die Geschenke, die der Kalif ihm sandte, zu überreichen und die Arbeit der Lehrer und der Interpreten des Gesetzes zu überwachen… [Hier folgen einige Details über die Finanzierung der Mission und die Namen der Teilnehmer.] Und so reisten wir am Donnerstag, dem 11. Safar des Jahres 309 [21. Juni 921] von der Stadt des Friedens ab [Bagdad, Hauptstadt des Kalifats]. (So, so – und ihr dachtet schon, das sei keine passende Information!)

Das Datum der Expedition, das wird vermerkt werden, ist viel später, als die in unserer vorherigen Darstellung beschriebenen Geschehnisse. Aber so weit es die Bräuche und Institutionen der Nachbarn der Khasaren betrifft, macht dies wahrscheinlich nur einen kleinen Unterschied. Und die flüchtigen Eindrücke, die ihr über das Leben dieser nomadischen Stämme gewinnen könnt, vermitteln euch zumindest eine Idee über das, wie das Leben unter den Khasaren während jener früheren Periode etwa gewesen sein muss – vor der Konvertierung – als sie einer Form von Schamanismus anhingen, ähnlich dem ihrer Nachbarn zur Zeit von Ibn-Fadlan.

Die Mission kam nur langsam vorwärts und war offenbar ereignislos bis sie Khawarizm erreichten, die Grenzprovinz des Kalifats südlich des Aralsees. Hier versuchte der für die Provinz verantwortliche Gouverneur sie am Weiterreisen zu hindern, indem er argumentierte, daß sich zwischen seinem Land und dem Königreich der Bulgaren „tausend Stämme von Ungläubigen“ befänden, die sie sicher töten würden. Tatsächlich mögen seine Versuche, die Anweisungen des Kalifen, die Mission passieren zu lassen, ganz andere Motive gehabt haben; er durchschaute, daß die Mission indirekt gegen die Khasaren gerichtet war, mit denen er einen florierenden Handel und friedliche Beziehungen unterhielt. Schließlich musste er nachgeben, und die Mission durfte nach Gurganj, am Mündungsgebiet des Amudarja, weiterreisen. Hier überwinterten sie wegen der großen Kälte während drei Monaten – ein Faktor, der in den Erzählungen vieler arabischer Reisender einen wichtigen Platz einnimmt – falls ihr Zeit habt, sie zu lesen:

Der Fluss war während drei Monaten gefroren, und wir schauten uns die Landschaft an und dachten, die Tore der kalten Hölle hätten sich für uns geöffnet. Wahrlich, ich sah, daß der Marktplatz und die Straßen wegen der Kälte vollkommen leer waren…Einmal, als ich vom Bad kam und nach Hause ging, bemerkte ich, daß mein Bart zu einem Klumpen Eis gefroren war, und ich musste ihn vor dem Feuer auftauen. Für einige Tage weilte ich in einem Haus, welches sich innerhalb eines anderen Hauses befand (ineinander verschachtelte Häuser), und darin stand ein türkisches Fellzelt; und ich lag darin, eingewickelt in Kleider und Felle, und trotzdem froren meine Wangen oft am Kissen an…

Etwa Mitte Februar setzte das Tauwetter ein. Die Expedition entschloss sich, sich einer riesigen Karawane von 5000 Männern und 3000 Packtieren anzuschließen, um die nördlichen Steppen zu durchqueren und kaufte die notwendige Ausrüstung: Kamele, Lederboote aus Kamelhäuten zum Überqueren der Flüsse, Brot, Hirse und eingesalzenes Fleisch für drei Monate. Die Einheimischen warnten sie vor der noch grimmigeren Kälte weiter nördlich und berieten sie über die Auswahl der Kleider:

So zog jeder von uns einen Kurtak (Unterhemd) an, darüber einen wollenen Kaftan, darüber einen Buslin (pelzgefütterter Mantel), und dann darüber eine Burka (Ledermantel); und eine Lederkappe, bei der nur die Augen herausschauten; ein einfaches Paar Unterhosen, ein Paar gefütterte Hosen, und darüber die Hosen; Hausschuhe aus Kaymuht (Chagrinleder) und darüber noch ein weiteres Paar Stiefel; und wenn einer von uns auf einem Kamel ritt, so war er wegen seiner Kleider unfähig sich zu bewegen.

Ibn-Fadlan, der verwöhnte Araber, mochte weder das Klima noch die Leute von Khawarizm, und ich kann eigentlich nicht sagen, daß ich ihn dafür sehr tadeln könnte.

Sie sind bezüglich ihrer Sprache und ihrer körperlichen Struktur sehr abstoßende Menschen. Ihre Sprache klingt wie das Geschwätz von Staren. Eine Tagereise von da befindet sich ein Dorf namens Ardkwa, dessen Bewohner Kardals genannt werden; ihre Sprache klingt wirklich wie das Quaken von Fröschen.

Sie reisten am 3. März ab und hielten für die Nacht an einer Karawanserei namens Zamgan an – das Tor zum Gebiet der Ghuzz-Türken. Von da an befand sich die Mission in fremdem Land, „unser Schicksal dem allmächtigen und erhabenen Gott anvertrauend“. Während einem der häufigen Schneestürme ritt Ibn-Fadlan neben einen Türken, der klagte: „Was will der Herrscher von uns? Er tötet uns mit Kälte. Wenn wir wüssten, was er will, könnten wir es ihm geben.“ Ibn-Fadlan: „Alles was er will ist, daß ihr Leute sagt: ‚Es gibt keinen Gott außer Allah.’“ Der Türke lachte: „Wenn wir wüssten, daß es so ist, dann sollten wir dies gewiss sagen.“

Es gibt viele solche von Ibn-Fadlan berichtete Vorfälle, ohne die Unabhängigkeit des bemerkenswerten Geistes, den sie reflektieren, wertzuschätzen. Der Gesandte des Hofes von Bagdad wusste auch nicht die fundamentale Geringschätzung von Autorität durch die nomadischen Stammesangehörigen zu würdigen. Die folgende Episode ereignete sich ebenfalls im Land der mächtigen Ghuzz-Türken, die den Khasaren Tribut zahlten und, gemäß einigen Quellen, eng mit ihnen verbunden waren:

Am nächsten Morgen trat einer der Türken auf uns zu. Er war hässlich von Gestalt, schmutzig anzuschauen, von geringer Herkunft; und wir bewegten uns durch einen starken Regen. Dann sagte er: „Halt.“ Und die ganze Karawane von 3000 Tieren und 5000 Männern hielt an. Dann sagte er: „Nicht ein einziger von euch ist befugt, weiter zu gehen.“ Wir warteten also, seinen Befehlen gehorchend. (Es war offensichtlich, daß die Anführer der Karawane um jeden Preis einen Konflikt mit den Stammesangehörigen der Ghuzz zu vermeiden hatten.) Dann sagten wir zu ihm: „Wir sind Freunde des Kudarkin (Vizekönig).“ Er begann zu lachen und sagte: „Wer ist der Kudarkin? Ich scheiße auf seinen Bart.“ Dann sagte er: „Brot.“ Ich gab ihm einige Laibe Brot. Er nahm sie und sagte: „Führt eure Reise fort. Ich habe Erbarmen mit euch.“

Die demokratischen Verfahrensweisen der Ghuzz, die angewandt wurden, wenn eine Entscheidung zu treffen war, waren für die Vertreter einer autoritären Theokratie sogar noch verwirrender – umso schlimmer, wenn es eure demokratischen Methoden sind, bei denen ihr über alles und jedes abstimmen könnt:

Sie sind Nomaden und haben Häuser aus Filz. Sie bleiben für eine Weile an einem Ort und ziehen dann weiter. Man kann ihre Zelte sehen, wie sie da verstreut auf dem Platz herumstehen, gemäß nomadischem Brauch. Obwohl sie ein hartes Leben führen, benehmen sie sich wie Esel, die den Weg verloren haben. Sie haben keine Religion, die sie zu Gott führen würde, und sie werden auch nicht durch die Vernunft gelenkt; sie beten nicht an. Dafür fragen sie ihre Dorfanführer um Rat; wenn einer seinen Häuptling befragt, sagt er: „Oh Herr, was soll ich in dieser oder jener Angelegenheit tun?“ Den weiteren Verlauf der Handlungen entscheiden sie durch Beratungen untereinander. Aber wenn sie eine Maßnahme entschieden haben und bereit sind, sie durchzuführen, kann selbst der Bescheidenste und Geringste unter ihnen kommen und diese Entscheidung sprengen.

Die sexuellen Sitten der Ghuzz – und anderer Stämme – waren eine bemerkens-werte Mischung von Freisinn und Wildheit:

Ihre Frauen tragen keinen Schleier in Anwesenheit ihrer oder fremder Männer. Auch sonst bedecken die Frauen ihrer Körperteile nicht in Anwesenheit anderer Leute. Eines Tages weilten wir am Ort eines Ghuzz und saßen herum; seine Frau war ebenfalls anwesend. Während wir uns unterhielten, entblößte die Frau ihre intimen Teile und kratzte sich, und wir sahen es alle. Daraufhin bedeckten wir unsere Gesichter und sagten: „Möge Gott mir vergeben.“ Der Ehemann lachte und sagte zum Übersetzer: „Sage ihnen, wir entblößen es in eurer Anwesenheit, damit ihr es sehen und ihr euch in Schranken halten mögt; aber es ist unerreichbar. Das ist besser, als wenn es bedeckt ist und doch erreichbar.“ Ehebruch ist ihnen fremd; falls sie jemanden entdecken, der ein Ehebrecher ist, spalten sie ihn in zwei Hälften. Dies tun sie, indem sie Äste von zwei Bäumen zusammenbringen, binden ihn an die Äste und lassen beide Bäume hochgehen, so daß der angebundene Mann entzweigerissen wird.

Ich unterbreche hier, um euch daran zu erinnern, daß die Ghuzz, von denen wir sprechen, in den Khasaren aufgegangen sind – deren Nachkommen das gesegnete Palästina ansiedelten und es Israel nennen. Dies ist derselbe Stamm, mit dem ihr euch an diesem Ort namens Amerika verbündet habt. Dies ist es, was euer Land auffrisst und eure Leute bis zum Untergang korrumpiert hat. Denkt sorgfältig über diese Sache nach, die euch wie eine Seuche befallen und eure Moral zerstört hat, die euer verfassungsgemäßes Justizwesen zerstört und euch bereits eurer Freiheit beraubt hat. Der Antigott des Christentums hat eure Gehirne kontrolliert und euch in verwirrte und gehirngewaschene Bestien verwandelt, die unglücklich herum-rennen. Ihr wart anmutig und blind in eurem Bemühen, gerecht und fair zu sein, und sie haben euch vollkommen übernommen, und mein Mitgefühl ist groß für jene unter euch, die sehen, und mein Erbarmen endlos für jene, die blind geblieben sind.

Es wird nicht weiter berichtet, ob dieselbe Bestrafung auch über die schuldige Frau verhängt wird. Später, beim Berichten über die Wolgabulgaren, beschreibt er eine gleich wilde Methode des Entzweispaltens von Ehebrechern, welche aber beim Mann und der Frau angewandt wurde. Hingegen bemerkt er mit Erstaunen, daß die Bulgaren beiderlei Geschlechts nackt in ihren Flüssen schwimmen und ebenso wenig körperliche Scham haben wie die Ghuzz.

 




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