Erschienen bei AH am 4.6.2012
Die Erzählungen des Westens über Syrien basieren auf einem „Typen in einer britischen Wohnung“
Tony Cartalucci
4. Juni 2012
Übersetzung Remo Santini
Der oppositionelle Propagandist in einem Apartment in England ist, und ist es immer gewesen, die einzige in der westlichen Presse zitierte Quelle.
Die „Syrische Beobachtungsorganisation für Menschenrechte“ wird seit mehr als einem Jahr von den westlichen Medien in fast jedem Bericht zitiert, handle es sich um AFP, AP, CNN, MSNBC, CBS, BBC oder irgendeine der größten westlichen Zeitungen. Man könnte glauben, dass es sich um eine gigantische, ausufernde Organisation handelt, mit Hunderten von Mitgliedern, die hart im Feld arbeiten, die Beweise in Syrien mit Fotos und Videos dokumentieren, während sie sich mit der ausländischen Presse absprechen, um durchschaubar und objektiv die „Menschenrechts“-Bedingungen in Syrien zu „beobachten, und die ihre Methodologie klar darlegen. Bestimmt ist dies der Eindruck, den die westlichen Medien bei ihren Lesern erwecken wollen.
Aber erstaunlicherweise ist die Syrische Beobachtungsorganisation für Menschenrechte nichts von dem allem. Stattdessen handelt es sich um einen einzelnen Mann, der hinter einem Computer in einer britischen Wohnung sitzt, der behauptet, „Telefonanrufe“ mit Informationen zu bekommen, die immer die syrische Regierung beschuldigen und immer die „freie syrische Armee“ glorifizieren. Tatsächlich hat sogar Reuters dies in ihrem Artikel zugegeben, „Coventry – ein unwahrscheinliches Heim für einen prominenten syrischen Aktivisten“, und gesteht sogar zu, dass dieser Mann, „Rami Abdulrahman“ offen Teil der syrischen Opposition ist, die das Ende der syrischen Regierung anstrebt. Abdulrahman gibt zu, Syrien vor über zehn Jahren verlassen zu haben, seitdem in England gelebt zu haben und nicht zurückkehren werde, bis „Al-Assad geht“.
Natürlich sind sich Reuters und die anderen Nachrichtenagenturen sicher, dass sie außer diesem einen Artikel keinen weiteren bringen werden, um die Leser an diese Fakten zu erinnern.
Die Gelegenheit für Unangebrachtheit scheint praktisch unvermeidlich für einen Mann, der offen eine Regierung verteufelt, die seit langem von dem Land, in dem er zurzeit lebt, für einen „Regierungswechsel“ aufs Korn genommen wird, und dessen Reportagemethoden sich auf dubiose Telefonanrufe reduzieren, die für niemanden zu verifizieren sind. Wenn Abdulrahman nicht mysteriöse Anrufe von seinen Kumpanen der syrischen Opposition bekommt (wie etwa vom „syrischen Danny“) oder seine absolut unseriösen Informationen an die westliche Presse weitergibt, dann schleicht er sich ins und aus dem Britischen Außenministerium, um sich direkt mit Außenminister William Hague zu treffen – der ebenfalls offen anstrebt, den syrischen Präsidenten Bashar Al-Assad aus dem Amt zu vertreiben.

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Foto von Reuters: „Rami Abdelrahman, der Chef der Syrischen Beobachtungsorganisation für Menschenrechte verlässt das Außen- und Commonwealthministerium nach einem Treffen mit Englands Außenminister William Hague, im Zentrum von London am 21. November 2011. Luke MacGregor von Reuters: „Abdelrahman ist nicht der ‚Chef‘ der Syrischen Beobachtungsorganisation für Menschenrechte, er IST die Syrische Beobachtungsorganisation für Menschenrechte, der von seiner englischen Wohnung aus als Ein-Mann-Operation agiert.“
Für wahre Journalisten ist Abdulrahman eindeutig eine nutzlose, völlig kompromittierte Informationsquelle, die allen Grund hat, die Realität so zu verbiegen, dass sie zu seiner angeblichen politisch motivierten Agenda passt, die syrische Regierung zu stürzen. Für einen Propagandisten ist er jedoch eine Goldmine. Das ist es, warum trotz eines offenen Interessenkonflikts, des Mangels an Glaubwürdigkeit, des offensichtlichen Nachteils, beinahe 5000 Kilometer vom angeblichen Objekt seiner „Beobachtungen“ entfernt zu sein und der Tatsache, dass sich ein einzelner Mann lächerlicherweise selbst überhaupt erst eine „Syrische Beobachtungsorganisation für Menschenrechte“ nennt, die westlichen Medien immer noch gierig seinen konstanten Sturzbach an Desinformation auflecken.
Und wenn die westliche Presse einen solch dubiosen, kompromittierten Charakter zitiert, dann bedeutet dies, dass die heutigen Beweise, die unvermeidlich aus Syrien durchsickern, so widersprechen sie vollkommen den erwünschten Erzählungen des Westens – so total in der Tat, dass sie die Summe ihrer erstunken und erlogenen „Beweise“ von so Spinnern wie Abdelrahman erfinden lassen müssen. Und während die Öffentlichkeit wirklich wütend darüber sein sollte, in so weitgehender Weise betrogen zu werden, sollte sie auch äußerst empört darüber sein, dass das Establishment denkt, sie sei so blöd, dass sie jeden Beweis glaube, der von einem oppositionellen Aktivisten kommt, der sich in verlogener Weise hinter dem Namen einer seriösen Organisation versteckt und der uns erzählt, was in Syrien geschieht – und zwar durch Telefonanrufe, die er in seiner vornehmen Wohnung in England empfängt.
http://landdestroyer.blogspot.com.au/
[Auszeichnungen beigefügt]